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Tankstellen-ABC

Berufsbild Tankwart

Tankwart macht Frontscheibe sauber

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Ein Tankwart steht an der Kasse und wartet auf Kunden, die sich an den Zapfsäulen bedienen – dieses Bild haben viele vor Augen. Doch das Arbeitsfeld eines Tankwarts ist vielfältig: es vereint die Tätigkeiten eines KFZ-Mechanikers mit denen eines Einzelhandelskaufmanns. Wir von Tokheim Services möchten Ihnen im folgenden Beitrag diesen Beruf genauer vorstellen.

Was ist ein Tankwart?

Als Tankwart bezeichnet man einen Angestellten oder den Pächter einer Tankstelle.

Tätigkeiten

Der Tankwart hat abwechslungsreiche Aufgaben. Diese reichen von technischen Arbeiten an Autos bis hin zum Verkauf an der Kasse. Tankwarte versorgen Fahrzeuge mit Kraftstoffen wie Benzin, Diesel, Gas und Öl, führen kleine Reparaturen aus und verkaufen Ersatz- und Zubehörteile sowie Lebensmittel und andere Waren. Hinzu kommt die Fahrzeugpflege. Dazu gehören Wagen- und Unterbodenwäsche, Polsterreinigung, Motorwäsche, Lack- und Chrompflege. Außerdem stellt man als Tankwart Tagesabrechnungen auf, verwaltet und kontrolliert das Warenlager und betreut Kunden. Tankwarte halten auch die technischen Einrichtungen wie etwa Tankautomaten, Zapfsäulen, Reinigungsgeräte und ggf. vorhandene Hebebühnen in Schuss.

Aufgaben auf einen Blick:

  • Verkauf von Treib- und Schmierstoffen
  • Durchführen von Diagnose- und Prüftätigkeiten an Autos
  • Kleinere Reparaturen an Fahrzeugen
  • Ölwechsel
  • Einbau von Sonderzubehör in das Fahrzeug
  • Verkauf von Bedarfsartikeln zur Autopflege
  • Technische Steuerung einer Waschanlage
  • Kundenberatung in punkto Wagenwäsche und –pflege
  • Gebrauchtwagenhandel
  • Innenreinigung von Fahrzeugen
  • Durchführen von Urlaubs- oder Winterchecks von Fahrzeugen
  • Kaufmännische Verwaltungs- und Schreibarbeiten

 

Tankwarte arbeiten jedoch nicht nur in Tankstellen. Sie können auch in Autowerkstätten bzw. Autowaschanlagen tätig sein.

Wie wird man Tankwart?

Für den Beruf Tankwart ist eine klassische duale Ausbildung nötig, also Berufsschule und die Arbeit im Betrieb. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Für die Ausbildung ist mindestens der Qualifizierende Abschluss, also der der Hauptschule, erforderlich.

Persönliche Voraussetzungen als Tankwart:

  • Interesse an Autos, am Schrauben, Prüfen und Auswechseln
  • Spaß am Kundenkontakt
  • kaufmännisches Talent
  • handwerkliches Geschick
  • Verantwortungsbewusstsein
  • sorgfältige Arbeitsweise
  • Selbstständigkeit
  • Bereitschaft dazu, im Schichtdienst zu arbeiten
  • kein Problem damit, sich "die Finger schmutzig zu machen"

 

Offenheit und der Spaß mit Kunden umzugehen sind zwei der wichtigsten Eigenschaften. Als Tankwart muss man ein Gefühl für seine Kunden haben und sollte in möglicherweise schwierigen oder gar gefährlichen Situationen deeskalierend und nicht provokant wirken.

Prüfungen während der Ausbildung

Nach dem ersten Ausbildungsjahr zum Tankwart muss die erste Zwischenprüfung abgelegt werden. Diese ist unter anderem die Voraussetzung für eine Zulassung zur Abschlussprüfung. Selbige umfasst einen theoretischen Teil zur Prüfung der Kenntnisse sowie einen praktischen Teil zur Prüfung der erworbenen Fertigkeiten.

Im Rahmen der Fertigkeitsprüfung sind verschiedene Arbeitsproben zu erstellen, die sich auf die erlernten Bereiche wie z.B. Arbeiten am Kraftfahrzeug oder Verkauf von Treibstoff konzentrieren.

Die Kenntnisprüfung fragt schriftlich die Kenntnisse folgender Bereiche ab: Fachbericht, Fachkunde und Fachrechnen. Mündlich werden die Kenntnisse in den Bereichen Betriebskunde, Waren- und Verkaufskunde sowie Fachkunde abgefragt. Die Prüfungen werden bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt. Hat man die Abschlussprüfung nicht beim ersten Mal bestanden, darf man diese noch zwei weitere Male wiederholen.

Aufstieg und Weiterbildungen

Als Tankwart stehen einem viele Türen offen. Unter anderen kann man sich zum Betriebswirt der Kraftfahrzeuge, zum Handelsfachwirt oder zu Kfz-Kauffrau/mann weiterbilden. Ein aufbauendes Studium der Fahrzeugtechnik ist ebenfalls möglich.

Wer es zum Handelsfachwirt, Betriebswirt für Kraftfahrzeuge oder Betriebswirt (allgemeine Betriebswirtschaft) schafft, hat eine große Chance einmal eine Tankstelle selbst zu leiten und somit eine Chefposition zu bekleiden.

Beruf Tankwart – noch aktuell?

Einst waren die Tankstellen vornehmlich Kfz-Werkstätten, bei denen man auch sein Fahrzeug betanken konnte. Dass dies früher der Fall war, wissen heutzutage viele nicht. Nunmehr sind Tankstellen hauptsächlich zu kleinen Supermärkten geworden. Der Beruf des Tankwartes existiert zwar noch, doch so jemanden zu finden, wird zunehmend schwieriger. Einen Tankwart, der ein Auto reparieren kann, gibt es kaum noch. Viele Tankstellen stellen Aushilfen ein oder Menschen, die nicht den Beruf des Tankwartes erlernt haben. Diese Quereinsteiger kennen sich zwar beim Kassieren aus, jedoch nicht mit den Kraftstoffen und am Fahrzeug. Entsprechend geändert haben sich auch die Inhalten der Ausbildung zum Tankwart.

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